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AG Erneuerbare Energien

Diese Kategorie enthält 15 Beiträge

Ohne Windkraft keine Energiewende

 „Wenn wir die Energieversorgung in Zukunft  sicher und ohne Atomstrom gewährleisten wollen, wird Windkraft im Binnenland den größten Anteil einnehmen müssen“, erklärte Lars Rotzsche vom  Bundesverband Windenergie bei einer Informationsveranstaltung der Freien Wählergemeinschaft Homberg am 6. Oktober in Caßdorf. Die Kommunalpolitik stehe deshalb in der Verantwortung,  baurechtliche Voraussetzungen für den Ausbau der Windkraft zu schaffen und zugleich die Akzeptanz in der Bevölkerung zu verbessern. Damit die Menschen in der Region diese Technologie akzeptieren, empfahl der Referent  eine transparente Informationspolitik und eine aktive Bürgerbeteiligung.
„Die Bürger müssen davon überzeugt werden, dass jede Form der Stromerzeugung ihren Tribut fordert“, so Rotzsche vor dem nicht nur mit FWG-Mitgliedern gut gefüllten Saal. Wer Strom aus der Steckdose beziehen,  aber Windkraftanlagen nicht vor seinem  Fenster sehen will, müsse sich klar machen: jede Energieform bedeutet Landschaftsverbrauch – und meistens noch viel schlimmer als nur optisch-ästhetisch. Rotzsche wies hin auf die riesigen Braunkohlelöcher, die der Tagebau etwa in der Lausitz hinterlassen habe, oder das Risiko von Atomkraftwerken. Nach Fukoshima  dürfe diese egoistische Sichtweise nicht mehr akzeptiert werden.
Die Energieversorgung klimaneutral  zu rekommunalisieren sei nicht nur eine Frage der moralischen Verantwortung, sondern auch eine wirtschaftliche Chance für die Kommunen und ihre Bürger, berichtete der Fachmann von den Erfahrungen anderer Kommunen. Sowohl die Verpachtung der Standorte als auch der Betrieb der Anlagen könne erhebliche Einnahmen für die Menschen im ländlichen Raum bringen.
Unbedingt vermieden werden sollte, dass hinter den Kulissen der Politik Standort- und Investitionsentscheidungen gefällt werden, die vor Allem  anonymen Investoren dienen.
Es gebe inzwischen eine Vielzahl von Beispielen, wie die Kommune, einzelne Dörfer  bzw. Bürgergemeinschaften einen vielfachen Nutzen aus der Windkraft ziehen können:  umweltverträglicher Strom zu akzeptablen Preisen in rekommunalisierten Stromnetzen und zusätzlich eine Rendite aus dem Anlagenbetrieb.
Abschließend machte Rotzsche den Zuhörerinnen und Zuhörern, zu denen außer von der FWG auch Stadtverordnete von CDU, SPD und Grünen gehörten, Mut: Homberg  sei mit dem lokalen, genossenschaftlich organisierten Stromversorger KBG sehr gut aufgestellt, um Windkraftanlagen in diesem Sinn erfolgreich zu installieren.
Download: Vortrag von Dipl.-Ing. Lars Rotzsche (9 MB!)

6. Oktober: Chancen der Windkraft

Gespräch mit Lars Rotzsche, Bundesverband Windenergie

Donnerstag, 6. Oktober, 20 Uhr

Achtung, Ort geändert: jetzt Gasthaus Sechtling, Caßdorf

Auf Einladung der Freien Wählergemeinschaft Homberg spricht Lars Rotzsche vom Bundesverband Windenergie über Chancen zur Nutzung der Windkraft in unserer Region.

Diese Energieform wird nach dem Aus für Atomkraftwerke mittelfristig den wesentlichsten Beitrag zur einer nachhaltigen Stromerzeugung leisten müssen. Deshalb ist es erforderlich, dieses Thema in der Homberger Kommunalpolitik zu behandeln.

Neben technischen und wirtschaftlichen Fragen wird der Referent auch der Frage nachgehen, wie in der Bevölkerung eine möglichst hohe Akzeptanz für Windkraftanlagen geschaffen werden kann.

Herzlich willkommen zu dieser interessanten Gesprächsrunde – die Teilnahme ist (natürlich) kostenfrei.

 

Interessanter Link: www.naturkraft-region.de

 

FWG Homberg besichtigt moderne Windkraftanlage

Ein Windpark bei Speckswinkel war das Ziel einer Besichtigungstour, mit der sich Mitglieder der Freien Wählergemeinschaft Homberg (FWG) am Sonnabend, 9. Juli über diese moderne Art der Energieerzeugung informiert haben. Initiiert von der Arbeitsgruppe „Erneuerbare Energien“ der FWG ging es dabei sowohl um die Wirkungsweise moderner Windräder der Leistungsklasse über 2 MW als auch um unerwünschte Nebenwirkungen etwa in Bezug auf Geräusche und entstehende Schlagschatten. Die Mitglieder der FWG wurden in Speckswinkel von den beiden Windkraftpionieren K.H. Lompe (Frielendorf) und G. Gerhardt (Homberg) begrüßt, die ihre Anlagen vorstellten und im Detail über verschiedene Fragen Auskunft gaben. So bekamen die FWG-Mitglieder mit ihrer Besichtigung einen unmittelbaren Eindruck von dieser Zukunftstechnologie. Dietmar Groß aus Mühlhausen, Stadtverordneter der FWG und Sprecher der AG Erneuerbare Energien, ist sich sicher: „Nach den jüngsten Atomausstiegsbeschlüssen der Bundesregierung müssen sich insbesondere die Menschen im ländlichen Raum mit dieser Thematik beschäftigen, denn ohne eine deutliche Ausweitung der Windkraft im Binnenland wird es in Zukunft keine sichere Stromversorgung mehr geben.“ Deutlich wurde bei dem Besuch, dass bei der Errichtung von Windkraftanlagen ein ausreichender Abstand zur Wohnbebauung einzuhalten ist. Dann aber sind nach Auffassung der FWG Windräder der modernen Leistungsklasse gesellschaftspolitisch und wirtschaftlich sinnvoll. Vereinzelte ästhetische Bedenken müssen ausgeräumt und ersetzt werden durch die Einsicht, dass Umweltsicherheit und wirtschaftlicher Wohlstand in Zukunft ohne diese Technik nicht zu gewährleisten sind.

Besichtigungstour Windkraftanlagen

Um sich über die Nutzung von Windenergie zu informieren, beabsichtigt die FWG Homberg (Efze) die Besichtigung von drei neu errichteten Anlagen durchzuführen. Hierzu sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen.

Besichtigung der neu errichteten Windkraftanlagen in Speckswinkel: 3 Anlagen á 2,5 Megawatt mit Trafo- und Schaltstation. Informationen über Funktionsweise, Geräusche, Schlagschatten etc.

Samstag, 09.07.2011

Beginn: 10:00 Uhr

Treffpunkt: Parkplatz „No Limits“

Je nach Teilnehmerzahl kann mit Fahrgemeinschaften (Umlage der Treibstoffkosten möglich) oder mit einem Kleinbus (26 Plätze, 300 €) gefahren werden. Ich bitte um verbindliche Anmeldung bis zum Dienstag. Dabei ist anzugeben, wer sich als Fahrer anbietet und wie viele Personen mitgenommen werden können.

Achim Jäger, Fraktionsvorsitzender

FWG Homberg (Efze) begrüßt Windkraft-Initiative der nordhessischen Energieversorger

Pressemitteilung der Freien Wählergemeinschaft Homberg (Efze); FWG

Die FWG Homberg (Efze) begrüßt die Initiative des nordhessischen Energieverbundes SUN, dem auch die Homberger KBG angehört, in Nordhessen 250 Windkraftanlagen zu installieren. „Wir gehen davon aus, dass auch auf Homberger Flächen in den nächsten Jahren Windkraftanlagen gebaut werden müssen, wenn wir ernst machen wollen mit dem Ausstieg aus der Atomkraft und der vorrangigen Sicherung der Stromversorgung mit regionalen Energiequellen “, erklärt Günter Koch, Vorsitzender der FWG. Voraussetzung für eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung ist allerdings, dass sich Windräder nicht nur über unseren Köpfen drehen, sondern auch einen größtmöglichen wirtschaftlichen Nutzen für die Homberger Bevölkerung bringen. Deshalb muss die Bevölkerung von Beginn an über die Anlagenplanung informiert werden. „Wir wünschen uns  bei dieser Aufgabe ein entschiedenes Engagement der KBG. Sie stellt seit Jahren erfolgreich unter Beweis, dass sie zum Wohle der Homberger Bevölkerung arbeitet und ist daher bestens als Mitinitiator und Mitbetreiber eines kommunalen Windparks geeignet“, sagt Koch.

„Die Fraktion der FWG wird sich im Stadtparlament dafür einsetzen, dass auf geeigneten städtischen Flächen Baurecht mit entsprechenden Vorgaben geschaffen wird. Außerdem wird die FWG entschieden dafür eintreten,  dass in der Bevölkerung Vertrauen in den Bau und Betrieb dieser gesellschaftlich notwendigen Energieanlagen entsteht“, erklärt Achim Jäger, Fraktionsvorsitzender der FWG im Homberger Stadtparlament.

gez.  Günter Koch, Vorsitzender FWG Homberg (Efze)

gez. Achim Jäger, Fraktionsvorsitzender FWG Homberg (Efze)

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